Institut für Neuromuskuläre Regulation Rudolf und Renate Schrottenbaum

Die Anwendung des "Symptomen-Lexikons"Michael Kohl

Vierteilige systematische Ausbildung

mit Michael Kohl

Heilpraktiker für genuine Homöopathie


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bereits Hahnemann hatte das Konzept für ein Symptomenlexikon erstellt. Bönninghausen, Jahr und Hering teilten seine Einschätzung der Notwendigkeit eines solchen Werkes, doch fehlten damals die technischen Voraussetzungen. Die Homöopathen der ersten Stunde waren sich einig, mit diesem neuen bahnbrechenden Arbeitsmittel die Verschreibungssicherheit enorm steigern zu können.

Bönninghausen in einem Brief an Hahnemann:

"Haben wir erst ein solches Werk, so kann die Allöopathie ihren Kram nur ganz einpacken."

Jetzt endlich, 180 Jahre später, liegt mit dem "Symptomen-Lexikon der Materia Medika" (SL) von Uwe Plate ein solches Werk vor und wartet auf unsere Anwendung...

Es hat sich mittlerweile als sehr zuverlässiges Werkzeug nicht nur für das Studium der Mittelcharakteristika, sondern auch für die Fallanalyse und somit vor allem für die Similefindung erwiesen. Michael Kohl, ausschließlich homöopathisch arbeitender Heilpraktiker aus Erlangen, ist einer der erfahrensten Anwender des "Symptomen-Lexikons" und bietet seit 2005 regelmäßig SL-Seminare an.

Die Ausbildung

Sie besteht aus vier Teilen, die aufeinander aufbauen und die Teilnehmer in die Lage versetzt, mit dem SL zielgerichtet und zweckmäßig zu arbeiten.

Aufgrund vieler Teilnehmerreaktionen hat sich gezeigt, dass die Unterrichtsinhalte zum Umgang mit dem SL klar strukturiert sind und der Weg der Similefindung für alle nachvollziehbar und reproduzierbar ist. Zum Ausbildungsmaterial gehört jeweils ein umfangreiches Skript, in dem die wichtigsten methodischen Grundlagen zusammengefasst wurden. Ebenso enthält es sämtliche Kasuistiken und Fallanalysebögen, so dass die Fälle bei Bedarf nachgearbeitet werden können.

Teil I: Einführung und Grundlagen

Teil II: Methodik und konkrekte Anwendung

Teil III: Praktische Übungen, Feinheiten der Similefindung mit dem SLD und die Therapie der Chronischen Krankheiten nach Hahnemann

Teil I - III finden 2017 in München, Berlin und Speyer statt.

Teil IV: Zweitverschreibung, Dosologie sowie Geist- und Gemütskrankheiten

In der dreiteiligen Ausbildung "Die Anwendung des Symptomen-Lexikons" ging es bisher darum, mit Hilfe des SLs sicher und "nach deutlich einsehbaren Gründen" zum Simile zu gelangen. In diesem neuen Seminar geht es um drei weitere Themen: Die Zweitverschreibung, Dosologie sowie die Behandlung von Geist-und Gemütskrankheiten.

Teilnahmevoraussetzung: Für die Teilnahme an SL IV ist der vorherige Besuch von SL 1 bis SL III unbedingte Voraussetzung.

Seminarinhalt

Zweitverschreibung: Nach Verabreichung einer Arznei können verschiedene Reaktionen auftreten, die viele Fragen aufwerfen:

  • Neue Symptome erscheinen, alte Symptome verschlimmern sich oder bereits verschwundene Symptome kehren wieder.
  • Wie ist im jeweiligen Fall vorzugehen?
  • Wie unterscheidet man Überempfindlichkeiten gegen homöopathische Arzneien von Früh- und Spätverschlimmerungen?
  • Wann sollte man die Arznei absetzen, die Dosis erhöhen oder verringern, die Potenz wechseln oder gar die Arznei etc.?

Dies kann immer wieder zu Verunsicherungen beim Therapeuten als auch beim Patienten führen.
Aus der Erfahrung vieler Supervisionen konnte Michael Kohl beobachten, dass die Reaktionsbewertung entscheidend dafür ist, ob der bis dahin gut laufende Fall droht, verloren zu gehen. Ein klares, vielfach bewährtes Lösungskonzept wird zeigen, wie diese Situationen gemeistert werden können. Eigene Fälle des Referenten veranschaulichen die Lösungsansätze.
Dosologie: Auch hier bedarf es klarer Kenntnisse, damit man den Fall, nach der Findung des Similes, mit einer sicheren Heilung abschließen kann:
Wie verändert sich die Dosierung:

  • bei der Exazerbation einer chronischen Krankheit?
  • bei überempfindlichen Patienten?
  • bei Reaktionsstarre?
  • bei pathologischen Veränderungen?
  • bei sehr hartnäckigen Fällen oder in besonders belastenden Situationen?
  • Wie fängt man z.B.den Schub einer Migräne im Anfall ab?
  • Was tun, wenn sich unbeabsichtigt während der Kur Prüfungssymptome entwickeln?

Geist-und Gemütskrankheiten: Für viele SL-Anwender sind Patienten, bei denen die Erkrankung des Geist- oder Gemütszustandes die Hauptsymptomatik darstellt, eine große Herausforderung. Anhand von Fällen aus der eigenen Praxis zeigt Michael Kohl den Kursteilnehmern, wie umfangreiche Leidensgeschichten in die knappe Sprache des SLs übersetzt werden können.
Michael Kohl wird zeigen, worin die Besonderheiten bei diesen Krankheiten liegen. Es werden u.a. folgende Fragen geklärt:

  • Wie sieht eine Psychoanamnese aus?
  • Welche Rubriken aus dem SL können wir bei diesen Krankheiten verwenden?
  • Was ist in diesem Zusammenhang von den Kentschen (und denen seiner Nachfolger) "Konstitutionstypen"- Beschreibung zu halten?
  • Was bewirkt eine Simile überhaupt beim Patienten der an einer Geist- oder Gemütskrankheit leidet?

Es werden fünf Fälle des Referenten zugeschickt, die jeder Teilnehmer zu Hause analysiert und dann in ZKs übersetzt. In der Folge werden sie hierarchisiert und als Zeicheninbegriff in Form eines Diagramms zusammengefasst, so wie es bereits in SL II und SL III eingeübt wurde. Diese Kasuistiken werden dann auf dem Seminar gemeinsam analysiert

Kursdaten

2018
SLIV
20.01. - 21.01.18 in Erlangen
Sa: 09.00-19.00
So: 09.00-17.30

zur Anmeldung

Seminarkosten

für Ärzte und Heilpraktiker 235,00 EUR
für Frühbucher
(bis 6 Wochen vor Seminarbeginn)
210,00 EUR
für Wiederholer
170,00 EUR
für Wiederholer (nur Samstag)
120,00 EUR

Im Kurspreis sind ein Arbeitsskript und die Verpflegung in den Kaffepausen enthalten.

Bitte beachten Sie bei der Anmeldung die Organisatorischen Informationen.

Organisatorische Informationen zu Anmeldung und Rücktritt

Die Anmeldung erfolgt schriftlich mit dem Formular unter "Anmeldung". Für den ermäßigten Frühbucher-Kurspreis    ist der rechtzeitige Zahlungseingang (6 Wochen vor Seminarbeginn) entscheidend, danach wird automatisch und ausnahmslos der Normalpreis fällig.

Bei Rücktritt bis 4 Wochen vor Kursbeginn fallen € 20,-- Bearbeitungsgebühr an, bei Rücktritt 1-3 Wochen vor Kursbeginn wird die halbe Kursgebühr einbehalten, bei Rücktritt weniger als 1 Woche vor Kursbeginn oder Nichterscheinen wird der volle Kursbeitrag berechnet.


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Die Anwendung des
"Symptomen-Lexikons" Teil IV





Auszüge von Seminarbesprechungen

Dr. A. Rohrer: Von 1987 bis 2000 im Vorstand der ÖGHM tätig (Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin). Präsident der ÖGHM von 1996 – 2000.

... Und hier zeigt Michael Kohl die Stärke des SLs. Er bringt in seinen Seminaren eigene Kasuistiken, deren Heilerfolge erstaunen lassen und die mich an die Heilerfolge der ersten Homöopathengeneration erinnern, die innerhalb kürzester Zeit die schwersten Pathologien heilen konnten...

...Es ist Herrn Kohl gelungen, diese Art der Arzneifindung durch Studium der Arzneicharakteristika fundiert darzustellen, nachvollziehbar zu begründen und er hat Ergebnisse aus seiner Praxis vorgelegt, die jeden verblüffen und die man auch als erfahrener Homöopath kaum für möglich hält...

Dr. P. Minder: Dr. med. Peter Minder (Schweiz) ist Facharzt für Allgemeine Medizin und führt seit 1985 eine große Praxis bei Basel. Präsident der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Homöopathie (SAHP)

...In sehr fundierter Weise stellte er Mängel von anderen Zugängen dar und stellte ihnen die sehr strukturierte und nachvollziehbare Vorgehensweise mit dem Symptomen-Lexikon gegenüber. Er belegte seine Darstellungen mit teilweise unglaublichen Behandlungserfolgen aus seiner Praxis; nicht ausgewählte Rosinen, sondern eine Auswahl von chronologisch aufgereihten Kasuistiken – vom „banalen“ Harnwegsinfekt bis hin zu schwersten Pathologien. Seine ausgezeichnete Präsentation motiviert, sich mit dieser Arbeitsweise auseinanderzusetzen, vertraut zu machen und sie im Praxisalltag zu erproben.

...In überzeugender Weise konnte er darlegen, wie sehr sich bei Vermeidung alles Zufälligen und Unzuverlässigen die Verschreibungssicherheit nachvollziehbar erhöhen lässt und man sich so dem Ideal der apriorischen Heilungsgewissheit immer mehr annähert. Mit vielen neuen Impulsen versehen sind die Teilnehmer in gespannter Erwartung der Anwendung des Erlernten in der Praxis nach Hause gegangen.

Dr. S. Rabe ist ein in München ansässiger homöopathischer Kinderarzt. Er ist Mitglied im Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte sowie 2.Vorsitzender des eingetragenen Vereins "Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung e.V."

...Wer eine Einführung in eine Homöopathie nah an den Quellen Hahnemanns und der anderen „Alten Meister“ sucht, eine Einführung in das Arbeiten mit den Grundlagen der Arzneiprüfungen, nicht nur, aber vorallem auch in der klugen Sortierung des Symptomenlexikons Uwe Plates, wer das "Sola Fide" ( "Allein durch den Glauben"-Kernsatz der christlichen Reformationsbewegung im 15. Jahrhunder) so vieler moderner homöopathischer Lehrer ersetzen will durch das „Aude sapere“ Kants und Hahnemanns, wer erleben will, wie diese Rückkehr zu den Quellen unserer Heilkunst die Verschreibungssicherheit in der Praxis Tag für Tag erhöht - dem seien die 3 Seminare Michael Kohls wärmstens empfohlen und ans Herz gelegt; es gibt auf dem illustren Markt homöopathischer und homöopathoider Fortbildungen derzeit wenig, das dem „macht's genau nach“ Hahnemanns näher kommt.

Referent:

Michael Kohl, Heilpraktiker
Homöopathieausbildung ab 1980
Eigene Praxis in Erlangen seit 1984 (seit Beginn ausschließlich Homöopathie)

Homöopathiestudium:


  • Anfangs Hahnemann, Kent, Künzli, Halter, Voegeli, Eichelberger, Creasy
  • Dann moderne Strömungen: Becker, Lang, Vithoulkas, Ghegas, Morrison, Herrik, Shore, Gray, Herscue,
    Sankaran, Sehgal, Shah, Mangialavori
  • Krebstherapie nach Burnett, Cooper, Clarke, Schlegel, Jones, Master, Spinedi, Wurster, Methner
  • Miasmentheorie nach Hahnemann, Kent, Künzli, H.Allen, Risch, Laborde, Banerjea, Heudens-Mast
  • Endlich dann die genuine Homöopathie und ihre zeitgenössischen Vertreter: Bönninghausen (Möller), Jahr
    (Busch), Lippe(A. Saine), Boger (Funk, Hinderer, Winter) und wieder zurück zu Hahnemann (Plate)
  • Seit 2005 Dozententätigkeit mit dem Symptomen-Lexikon
  • Seit 2007 Leiter eines Arbeitskreises in Erlangen zur Erforschung der Materia medica

 
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